Die Türen von Theseus - Hintergrund und Entstehung

Self-Publishing und Mystery Horror


Heute möchte ich gerne meinen Debütroman ‘Die Türen von Theseus‘ der breiten Öffentlichkeit vorstellen. Lange hat es gedauert, bis dieser geschrieben, gefühlt hundertmal an verschiedene Agenturen und Verlage angeboten wurde, und bis ich schlussendlich den Mumm entwickelte, diesen selbst zu veröffentlichen. Am 10. März ist es nun endlich soweit. Nach mehr als drei Jahren des Wartens darf ich stolz mein eigenes Werk in Händen halten und mich Autor nennen.

Den meisten Agenturen war das über 500 Seiten starke Stück tatsächlich zu lang und dann auch noch von einer völlig unbekannten Schriftstellerin geschrieben. Aber ich ließ mich nie beirren, war immer felsenfest von meiner Geschichte überzeugt und wollte nie aufgeben, an den Traum als anerkannte Autorin zu glauben. Und ja es ist heute tatsächlich sehr einfach möglich sein Geschriebenes selbst herauszubringen. Es gibt verschiedene Anbieter, die das Self-Publishing kostengünstig unterstützen. Auch ich habe mir solch einen zur Unterstützung geholt. Und ich fand es fantastisch, vom Buchsatz angefangen über das Format und Cover bis hin zur Preisgestaltung – bei allem – das letzte Wort zu haben. Niemand, der meinen Text kürzen will oder gar den Titel ändert, weil es ansonsten nicht publikumswirksam ist. Natürlich ist es sehr viel Arbeit, alles selbst in die Hand zu nehmen. Doch je nach Portemonnaie kann jeder junge Autor sich hier und da Hilfe holen und zwar auch dort, wo es für ihn am besten passt. Zum Beispiel habe ich mir beim Coverdesign von einem Profi helfen lassen, da ich mir das alleine nicht zutraute. Und ich bin nun sehr zufrieden damit. Mein (Roman-)Kind ist nun bereit geboren zu werden.

Doch bevor wir zur Geburt kommen, erzähle ich euch, wie ich überhaupt zu dem Roman kam. Quasi meine persönliche Hintergrundgeschichte: Schon immer war ich begeisterte Leserin. Bereits in jungen Teenager-Jahren habe ich jegliche Gruselgeschichten à la Stephen King verschlungen. Ich liebte dunkle Mysterien und die Gänsehaut, die sie auf meinem Körper fabrizierte. Wenn ich nicht in den schaurigen Welten von Horror-Fantasy-Büchern verschwunden war, habe ich selbst Gedichte geschrieben. Furchtbar traurige und immer sehr nachdenklich, mit Blick auf das menschliche Handeln in der Welt und auf meine eigenen Schatten, die mich unliebsam begleiteten ( - wie ich damals dachte). Nebenher schrieb ich rebellische Texte für die Schülerzeitung. Das Schreiben lag mir also schon immer. Doch irgendwie ging es mir - wie das so häufig mit unseren Träumen ist - während der Studienzeit verloren. Als schließlich meine zweite Tochter in den Kindergarten kam, verspürte ich den gesellschaftlichen Druck, nun etwas leisten zu müssen. So wie viele andere Mütter, die Job, Haushalt und Kinder mit scheinbarer Bravour meistern. Ich wusste ehrlich gesagt nicht so richtig, wohin mein Weg gehen sollte. Ich mochte für meine Kinder da sein und keiner Arbeit nachgehen, die mich nicht erfüllt.

 Dann kam diese eine verhängnisvolle Nacht und ich wusste, was zu tun war. Ich hatte einen Albtraum. Gar nicht angenehm, wie einige nun denken mögen und doch war es ein Geschenk. Dieser Traum wollte mich einfach nicht mehr loslassen. Ich schrieb ihn auf und da war der Blitzgedanke: Daraus werde ich mal ein Buch machen! Und zwei Tage später war es dann auch schon soweit. Ich setzte mich an den Schreibtisch und fing einfach an. Erschuf die weibliche Hauptperson Memo, die an meiner Stelle nun den Albtraum erleben sollte und die Zeilen flossen nur so aus mir heraus. Fast eineinhalb Jahre schrieb ich hauptsächlich abends, wenn die Kinder im Bett waren. Und dabei entstand ein fantasievoller, spannender Mystery-Roman mit einer ordentlichen Portion Gruselfaktor, so wie ich es selbst gerne lesen würde.

Zugegebenermaßen bemerke ich seit einem Jahr, dass meine Vorlieben sich etwas gewandelt haben. Seit meiner spirituellen Bewusstwerdung empfinde ich viel mehr Mitgefühl gegenüber den Protagonisten aus Film und Büchern. Ich habe mich dahingehend sehr geändert: Ich sehe mir derzeit keine Horrorfilme mehr an, weder lese ich noch (momentan) Stephen King – kaum zu glauben, für alle die mich zuvor kannten und wissen, dass ich fast alle seine Bücher besessen und regelrecht verschlungen habe. Ich spüre, dies ist die alte Sarah und jetzt gibt es da etwas Neues in mir. Was natürlich nicht bedeutet, dass das Alte somit schlecht sein muss. Oder gar für immer geht. Es gehört zu meiner Vergangenheit wie eine Narbe, die ewig meinen Körper ziert und die ich liebevoll annehme.

Natürlich kann sich jetzt jeder fragen, warum ich einen Mystery-Horror-Roman dann überhaupt auf meiner Seite promote, wo es doch um Wildpflanzen, Weiblichkeit und Spiritualität gehen soll. Weil ich genau das bin! Nur durch meine Vorgeschichte, den Gruselfaktor und die Portion Düsternis, bin ich heute zu Der geworden, die ich bin. Und ich bin heute genauso stolz auf mein Werk ‘Die Türen von Theseus‘ wie ich es damals war, als ich es frisch beendete. Ich finde die Geschichte sehr gelungen und unterstütze jeden Satz, den ich geschrieben habe. Auch wenn ich heute ein anderer Mensch bin. Nun zwar mit weniger Gruselfaktor, was aber nicht bedeutet, dass dieser keinen Platz mehr in meinem Leben findet. Mein Lieblingsmotto ist "Sag niemals nie!" Ja, es darf momentan etwas gemütlicher zugehen, aber Memos absonderlicher Weg durch das Labyrinth der tausend Türen von Theseus wird immer einen Platz in meinem Herzen haben. Und ich darf sehr stolz darauf sein. (Und für alle Wildpflanzen-Fans - es ist sogar eine sehr fantasievolle Beschreibung eines prächtigen Gartens enthalten.)

Wer nun neugierig auf die Story des Romans ist, darf gerne hier weiterlesen (Klappentext):