Die Frau und der Mond 

- Was steckt dahinter? Viel Mystik oder eine tiefgehende physische Verbindung?


Was macht den Mond für uns Frauen so interessant? Schon lange ist die Auswirkung des Erdtrabanten auf das Wasser der Meere bekannt. Flut und Ebbe werden durch die Anziehungs- und Flutkräfte zwischen Mond und Erde verursacht. Und das obwohl der Mond ganze 380.000 Kilometer von der Erdoberfläche entfernt ist. Auch sogenanntes Mondholz findet immer mehr Beachtung. Es gibt mittlerweile einige Stimmen, die auf die besondere Qualität jenes Holzes schwören - also eines Baumes, der an einem Vollmond-Tag geschlagen wurde. Wenn der Mond solch eine Wirkung auf Wasser und auf Pflanzen hat, wie ist es dann mit dem menschlichen Körper, der ja zu 70-80 Prozent aus Wasser besteht? Und welche besondere Verbindung besteht nun zwischen dem Mond und der Frau?

 

Rein sprachwissenschaftlich betrachtet ist das Wort Mond mit dem Monat verwandt. Was geradezu naheliegend ist, da der Mond in etwa 27 Tage und knapp 8 Stunden benötigt, um die Erde einmal vollständig zu umkreisen und sich in allen Phasen seines Seins zu erleben. Dabei unterscheiden wir für gewöhnlich vier Phasen: Neumond, zunehmender Mond, Vollmond und abnehmender Mond. Natürlich erscheint uns der Mond nur so, wie er es gerade möchte - also in welchem Winkel und auf welcher Seite er zur Erde und zur Sonne steht. Und dennoch haben die Mondphasen die Menschheit seit Anbeginn der Zeit fasziniert und dem Begleiter der Nacht sind ganze Liederbücher und Gedichtbände gewidmet. Interessanterweise werden in eben solcher Lyrik gern die Frauen mit dem Mond in Zusammenhang gebracht.

 

‚An Luna‘ von Johann Wolfgang von Goethe:

 

Schwester von dem ersten Licht,

Bild der Zärtlichkeit in Trauer,

Nebel schwimmt mit Silberschauer

Um dein reizendes Gesicht.

Deines leisen Fußes Lauf

Weckt aus tagverschlossnen Höhlen

Traurig abgeschiedne Seelen,

Mich, und nächt'ge Vögel auf.

 

Bei genauer Betrachtung ist der weibliche Zyklus dem des Mondes sehr ähnlich. Der Menstruationszyklus weist im Durchschnitt eben eine solche Länge auf wie die des Mondes. 27 bis 28 Tage.

Nur Zufall oder tiefe Verbundenheit?

 

Der Begriff Menstruation kommt ursprünglich aus dem Lateinischen: Menstruatio. Welches auf Mensis für Monat oder Mond, im Griechischen auf das entsprechende Mene zurückzuführen ist, was sich in Menopause wiederfindet. Kein Wunder also, dass bereits in früher Zeit gerade weibliche Gottheiten mit dem Mond identifiziert wurden. Der weibliche Zyklus war in alten Kulturen unverrückbar mit dem Himmelskörper verbunden und die entsprechenden Göttinnen waren ein Sinnbild für Fruchtbarkeit und Fülle, aber ebenso für Finsternis und das Sterben. Aus der griechischen Mythologie kennen wir die wilde Mond- und Jagdgöttin Artemis (röm. Diana). Des Weiteren die griechische Selene (röm. Luna), die auch Mene genannt wurde und mit einem weißen Zweigespann oder direkt auf dem Rücken von Rindern oder Pferden reitend den nächtlichen Himmel bewanderte. Im Hinduismus wurde die Göttin Kali geachtet, die für Tod und Zerstörung, aber genauso für Erneuerung stand und zugleich als Beschützer der Menschen galt. Das Volk der Mayas verehrte die Göttin Ix Chel, die auch als Göttin der Geburt und Medizin verstanden wurde. Und im alten Mesopotamien nahm die sumerische Göttin Nin.gal eine herausragende Rolle ein. Ihr Name bedeutet „Große Herrin“ und sie war die Mutter der Sonne, was eine gewisse Hierarchie erahnen lässt. Ambivalent mag da ihre enge Beziehung zu der Unterwelt anmuten. Was damit zu erklären ist, dass viele Völker daran glaubten - ebenso die Sumerer - der Mond halte sich des Tages unter der Erde auf. An dieser Stelle könnten noch unzählige Mondgöttinnen aus allerlei Kulturen auf der ganzen Welt beschrieben und aufgezählt werden. Häufig sind sie als mächtige Wesen überliefert, die eine zentrale Rolle in der Mythologie spielen und somit einen wichtigen Platz neben ihren männlichen Mitspielern einnahmen. Meist standen die Mondgöttinnen in einer auf den ersten Blick widersprüchlichen Beziehung von Fruchtbarkeit und Tod. Einer Dualität, die sich in den Phasen des Voll- und Neumondes widerspiegelt und gleichzeitig den Facettenreichtum der Weiblichkeit und des Mondzyklus offenbart. Um einiges klarer wird das Bild der mystischen Verbindung zwischen Mond und Frau, wenn wir die vier Mondphasen und seine uralten Bedeutungen auf den Zyklus der Frau übertragen.

 

Der Neumond macht alles neu

 

So zumindest ein altbekannter Spruch. Die schmale, kaum am Abendhimmel zu erahnende Sichel wird traditionell mit der Menstruationsphase gleichgesetzt. Für uns Frauen bedeutet es, uns ebenso wie der Mond zurückzuziehen, zu reflektieren, eventuell Altes ‚sterben‘ zu lassen, um neue Ideen zu erschaffen. In dieser Phase ist die Frau aufgefordert tief in ihr inneres Selbst zu schauen und alte Glaubensmuster oder Dinge, die uns in unserer Kraft hemmen, zu verabschieden. Von außen sind wir wie der Mond kaum sichtbar, doch ist unser Blick umso klarer nach Innen gerichtet. Unser Körper ist um einiges empfindsamer, möglicherweise schmerzt oder ziept es an verschiedenen Stellen. Er möchte mit uns in Kommunikation treten, fordert uns regelrecht auf, seine Zeichen zu sehen und darüber in Stille zu meditieren und somit auf unsere göttliche Intuition zu vertrauen. Eine Intuition, die in jeder Frau wohnt und die beachtet werden möchte. Wir dürfen jetzt genesen und ausruhen. Die Menstruation ist eine deutliche Einladung hierfür.

Aus spiritueller Sicht symbolisiert die Frau in diesen Tagen die alte Weise. Ein Sinnbild für Ruhe, In-sich-gekehrt-sein und Weisheit. Es liegt also sehr viel Potenzial in unserem Blut, was für manch eine Frau nicht direkt zu erkennen ist. Da wir über viele Generationen hinweg erzählt bekommen haben, unser Blut sei Scham, Schuld und Sünde und die menstruierende Frau in einigen Religionen sogar als unrein gilt. Wir dürfen uns von der Last befreien und unseren Körper als ein fantastisches Geschenk begreifen, das mit einer wunderbaren Uhr ausgestattet ist. Einer Uhr, die uns dazu verleiten möchte, wieder unserem Körper zuzuhören. Das feine Ticken in der Ruhe wahrzunehmen und sich eine Auszeit zu gönnen.

 

Eine neue Sicht

 

Wenn wir jedoch noch weiter in der Geschichte zurückreisen, können wir einen ganz anderen Eindruck von dem Bild der menstruierenden Frau bekommen. Es wird von einer göttlichen Kraft berichtet, die in dem weiblichen Zyklus – und somit in jeder Frau - herrscht. Daher wurden Frauen als sehr mächtig angesehen, was die männlichen Stammesmitglieder bereitwillig akzeptierten. Bei vielen Urvölkern war es Sitte, dass die Frauen sich während der Dauer ihres Blutflusses in ein sogenanntes rotes Zelt zurückzogen. Dort meditierten, reflektierten sie gemeinsam und erhielten neue Visionen für den ganzen Stamm. Diese Phase galt tatsächlich als heilig, da nur der Frau von Natur aus die Macht gegeben war, neues Leben zu erschaffen. Nicht nur mit dem Einnisten einer befruchteten Eizelle in der Gebärmutter, die schließlich zu einem Säugling heranreift und zur Welt gebracht wird. Sondern ebenso in dem Stadium des monatlichen Blutflusses, wenn eine unbefruchtete Eizelle sich nicht einnisten konnte und somit abstirbt. Auch hier stirbt das Alte und wir können aus dieser Begebenheit Neues gebären: Visionen, Gedanken, Pläne schmieden, unser Leben umkrempeln oder einfach die Erkenntnis, was sich in unserm Alltag ändern darf. Vielleicht gefällt uns das Ein oder Andere in unserem häufig so gestressten Leben nicht. Die Menstruationsphase schenkt uns die innere Einkehr, um dies zu erkennen. Sie ist Quelle kreativer, spiritueller, emotionaler und körperlicher Energien. Wie wunderbar wäre es da, wenn die moderne Frau eine positive, neue Sicht auf ihre vormals wahrscheinlich sogar verhassten roten Tage bekommen würde? Wie viel Schmerz und Scham würden wir gegen eine ureigene Kraft eintauschen? Eine Energie, die schon immer in jeder von uns schlummert und gespürt werden möchte.

 

Der zunehmende Mond im Zeichen der jungen Frau

 

Nach unserer stillen Einkehr im Zeichen des Neumondes können wir nun in die Tat schreiten und unsere Träume, Visionen und neuen Ideen, die wir während unserer Menstruationszeit erhielten, wahr werden lassen. Der Blutfluss ist versiegt und Frau tritt in die Phase des zunehmenden Mondes ein. Traditionell bringt diese Phase neue Energie und wird mit dem Archetypus der jungen Frau assoziiert. Die Phase der alten Weisen, in der wir uns kaum bewegen und uns am liebsten nur mit uns selbst beschäftigen wollten, ist nun vorbei. An ihre Stelle tritt eine dynamische Frau, die nun aus den Vollen schöpfen möchte. Wie der Mond jeden Tag ein Stückchen seiner Vitalität zurückerlangt, so kann dieses Prinzip auch auf den Menschen und speziell den weiblichen Zyklus übertragen werden. Nachdem wir das Sterben der unbefruchteten Eizelle und mit ihr den Abbau der Gebärmutterschleimhaut körperlich und seelisch beobachten durften, wächst nun bereits ein neues kleines Ei in uns heran. Es ist die Zeit des Wachstums und des Heilens. Hier ist Aktivität und Potenzialentfaltung gefragt. Die Frau darf ihre vormals erträumten Visionen in Angriff nehmen und leben. Häufig sprudeln viele Frauen geradezu vor Enthusiasmus und Energie in dieser Phase, gehen neue Projekte an und arbeiten konzentrierter. Frauen erleben sich häufig emotional stabiler und sehr gesellig.

 

Die Fülle im Vollmond

 

Wunderbar rund und magisch anziehend wirkt der Vollmond auf beinahe jedes Wesen, welches ihn des Nachts oder in den frühen Morgenstunden erblickt. Er ist kugelrund, hell und sehr kraftvoll. Nun ist die intensivste Phase des Monats erreicht. Das Energielevel ist auf dem Höchststand. Was sich bei einigen Menschen durch unruhige Nächte bemerkbar macht. Sie spüren seine Kraft und es ist tatsächlich eine Transformationskraft. Der Mond schenkt uns in dieser Nacht eine Möglichkeit die Altlasten, die wir bereits im Neumond als lästig erkannt haben, nun entschieden loszuwerden. Dabei können Albträume aufkommen, die ein letztes Mal unsere Ängste aufzeigen, um sie dann zu verabschieden. Es ist quasi die Zeit, in der wir den Ertrag ernten, dessen Samen wir zuvor in der Neumond-Phase gesät haben. Die Qualität des Vollmondes ist eine ganz besondere: Wir sind voller Tatendrang und Kreativität. Und es ist eine Phase, die aus alter Überlieferung immer wieder mit Fruchtbarkeit und Fülle in Verbindung gebracht wird. Das Sinnbild der jungen Frau wird nun von der fruchtbaren Mutter abgelöst. Einer reifen Frau, die in der Blüte ihres Lebens steht, umgeben von Allem, was sie braucht. Es ist das Stadium des Eisprungs. Die Frau ist in ihrer Mitte angekommen, blüht in allen Lebensrichtungen auf. Nicht nur das Verlangen nach liebevollen Stunden zu zweit ist hoch; die Zeichen der Fruchtbarkeit verwirklichen sich auf allen Ebenen: Bei den begonnen Projekten, auf der Arbeit, im Familienleben, sogar unser Selbstwertgefühl wächst. Wir fühlen uns schön und angekommen.

 

Zunehmende Dunkelheit im abnehmenden Mond

 

Nach der Großzügigkeit im Zeichen der Mutter und des Vollmondes tritt die Frau nun wieder in eine Phase der zunehmenden Dunkelheit ein. Nicht nur körperlich, sondern auch geistig bereitet sie sich allmählich auf die nächste Menstruation vor. Es ist die allseits gefürchtete prämenstruelle Phase, die medizinisch auch als Syndrom (PMS) bezeichnet wird und von vielen Fachärzten und Ehemännern mit Überreiztheit, körperlichen Beschwerden und emotionaler Unausgeglichenheit umschrieben wird. Spirituell tritt die Frau nun in den Aspekt der Zauberin ein. Es ist eine Phase, in der wir uns allmählich wieder zurückziehen wollen, laufende Projekte abschließen und uns auf die nahende Ruhe vorbereiten. Häufig fühlen wir uns von Themen im Außen überfrachtet und weisen diese dann vehement - von Anderen vielleicht als übertrieben angesehen - von uns. Wir sind nun wieder mehr unserer Energie beraubt und spiegeln die Situation des Mondes perfekt. Die Konzentrationsfähigkeit nimmt vermehrt ab und Frau erkennt besser, was ihr wirklich gut tut und was nicht. Wieder einmal sind wir eingeladen darüber zu sinnieren, was für Altlasten wir loslassen dürfen. Die Zauberin läutet somit ein großes Reinemachen ein. Ein Prozess, der uns in der persönlichen Entwicklung weit voranbringt und daher eine nicht immer geliebte – weil auch schmerzhaft - aber sehr achtenswerte Phase im weiblichen Zyklus ist.

Trotz der aufkommenden Dunkelheit um uns herum, können wir dennoch den Stolz der Zauberin fühlen. Zwar tragen wir ebenso den Energieverlust in uns, den ein abnehmender Mond augenscheinlich mit sich bringt; doch bäumen wir uns hier und da noch auf, zeigen, dass wir am Leben sind. Die Zauberin symbolisiert eine Frau in der Menopause, die bereit ist, ihr Lebenskonzept neu zu überdenken, mit wildem Mut zu Entschlossenheit und Selbstliebe. Lassen wir uns mit ihr durchs stürmische Leben fegen, ohne unbedingt Einfluss darauf nehmen zu müssen. Die Zauberin spürt die Einheit mit allem und den natürlichen Fluss, gegen den sie sich nur ungern wehrt. Und wenn sie es tut, dann weil wir uns durch unseren Job, Familie oder Terminkalender gezwungen fühlen, agieren zu müssen. Obwohl Frau sich möglicherweise schlapp fühlt und viel lieber ein gutes Buch zur Hand nehmen möchte, überredet sie sich dazu, die abgemachten Termine einzuhalten. Wenn dann unsere Nerven mit uns durchgehen, ist das nur natürlich oder eben urweiblich!

 

Im Einklang mit der Natur

 

So wie die Frau in starker Verbindung ihres natürlichen Zyklus zum Mond steht, verkörpert sie gleichermaßen den Kreislauf der vier Jahreszeiten in sich. Die Archetypen von junger Frau, Mutter, Zauberin und alter Frau lassen sich auf Frühling, Sommer, Herbst und Winter übertragen. Die Frau durchläuft den Jahresrhythmus, der ihr im Außen gespiegelt wird, sozusagen einmal im Monat in ihrem Inneren: Neues Leben im Frühjahr, Fülle im Sommer, Altes stirbt im Herbst und die Stille im kalten Winter. Die Frau lebt stark im Einklang mit der Natur, ob ihr das bewusst ist oder nicht. Früher wussten heranreifende Mädchen durch Riten und Geschichtenerzählungen von ihrer lunaren, natürlichen Verbindung. Sie hatten ein ganz anderes Verständnis von ihrem Wunderwerk Körper und ihrer gottgegebenen Kraft. Aus Überlieferungen ist ersichtlich, dass der Zyklus unserer Vorfahrinnen sogar nach dem tagesaktuellen Erscheinen des Mondes ausgerichtet war. Für gewöhnlich menstruierte die Frau tatsächlich, wenn der Neumond am Himmel stand und erlebte ihren Eisprung in den Tagen um den Vollmond. Großes Aufsehen erregte eine Studie aus der Neuzeit, die Anfang des Jahres 2021 erschien und von der Universität Würzburg vor über 32 Jahren in Auftrag gegeben wurde. Dabei wurden akribisch Langzeit-Zyklusdaten von verschiedenen Frauen zusammengetragen, um diese mit den Mondphasen abzugleichen. Und zweifelsfrei gibt es eine Gruppe von Frauen (ca. 25 Prozent), die selbst heute noch ihren Zyklus exakt im Einklang mit dem Mond erlebt, also ihre Blutung am Neumond und ihren Eisprung am Vollmond hat. Die Daten zeigen auch, dass eine größere Synchronisierung in langen Winternächten erreicht wurde, wenn die Frauen das Mondlicht länger und besser wahrnahmen. Es gibt sogar Studien, die einen Zusammenhang von erhöhter Fruchtbarkeit nahelegen – also eine hohe Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden - wenn denn der Menstruationszyklus mit dem des Mondes identisch ist. Nun warum auch nicht? Schließlich gibt es viele Tierarten (bisweilen wurden an die 600 gezählt), die ihr Fortpflanzungsverhalten auf die Mondphasen abgestimmt haben. Und auch wenn wir Menschen es gern einmal abstreiten, sind wir doch ein natürliches Wesen, welches vielleicht nur den Bezug zu seinem inneren Kern verloren hat.

 

Kreis des Lebens

 

In jeder Frau wohnt also ein Teil unserer Ahninnen und unserer unverklärten Natur. Ein urweiblicher  Zyklus, der bei genügend Kontakt zu seinem seit Jahrtausenden verbündeten Mondlicht wieder in geregelten Bahnen verläuft. Wenn hormonelle Fremdeinwirkungen durch Pillen oder andere Pharmazeutika und künstliches Licht - was dem modernen Menschen zweifelsohne ein stetiger Begleiter ist - uns in unserer gewonnen Natürlichkeit nicht aus der Bahn werfen, können wir einen naturgegebenen Rhythmus durchleben. Andererseits erfahren viele Frauen der Jetztzeit einen unregelmäßigen Zyklus, der häufig auch auf die soeben genannten Störquellen zurückzuführen ist. Aber welche angeborene Verbundenheit könnten wir zu dem Mond und der Natur um uns herum spüren, wenn wir uns öffnen und unsere Urkraft wieder erkennen? Welchen Schmerz und quälendes Schamgefühl können wir ablegen, wenn wir uns unseres wahren Wesens bewusst werden?

Wie der Mond trägt die Frau alle Facetten und Welten des Lebens in sich. Einzigartig und strahlend ist jede für sich allein und doch stehen wir gemeinsam. Nicht nur alle Frauen sind untereinander wie Schwestern verbunden, sondern ebenso die gesamte Schöpfung von Mutter Erde. Denn Alles im Leben ist einem gewissen Zyklus von Geboren werden, Leben und Sterben untergeordnet. Es ist das kosmische Gesetz, was uns alle nicht nur auf körperlicher Ebene, sondern auch im Herzen vereint.